Meine Erfahrungen mit Blinkist – das erste Jahr

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Zum ersten mal von Blinkist gehört habe ich im Herbst 2017. Das Konzept an sich habe ich erst nicht direkt verstanden. So gibt es doch bereits einige Streaming-Dienste für Bücher von Amazon und Konsorten. Die Idee “Buchzusammenfassungen” unter dem Schlagwörtern “Große Ideen auf den Punkt gebracht” machte mich jedoch schnell neugierig. Die Idee von Blinkist ist es, Leuten kompakt Wissen zu vermitteln aus Büchern die sie gerne lesen würden, dafür jedoch keine Zeit finden. Klingt vielleich tim ersten Moment zu sehr nach Selbstoptimierung, muss es aber nicht sein wenn man über Sachbücher hinweg auch an andere Litaraturbereiche denkt.

Grundsätzlich kann es sicher Sinnvoll sein Ratgeber oder große Literarische Werke zusammenzufassen um einen Überblick über das Buch zu geben. Gut, ob “Der große Adobe Indesign Kurs” mit mehreren hundert Seiten dazu geeignet ist, darüber lässt sich natürlich streiten. Einige Bücher leben einfach von den vielen Details und jeder einzelnen Seite. Meiner Meinung nach trifft dies jedoch vor allem auf Sachbücher nicht wirklich zu. Wer öfter solche liest kommt schnell in die Vermutung das die 4-5 Kernthesen eines Buches mit viel weichem Stoff zwischengefüttert werden um ein “richtiges Buch” zu erhalten. Denn ganz ehrlich, wer gibt 20-30 Euro für ein Buch mit nur 30 Seiten aus? Selbst wenn der Platz ausreichen würde, wir wollen einfach ein “echtes Buch” in Händen halten und nachher ins Bücherregal stellen.

Sebastian Dietrich über Blinkist

Kommen wir nun zu “Blinkist” dem Startup aus Berlin das nach dem Motto “big ideas in small packages” den aufgeblähten Sachbüchern und sich ziehenden Literaturwerken den Kampf angesagt hat. 15 Minuten soll man laut der Aussage auf der Website nur noch pro Buch benötigen. So schön schreiben die Mädels und Jungs diese Idee selbst zusammen:

Es waren einmal vier Freunde. Während ihrer Unizeit tauschten sie eifrig Notizen und Wissen aus Büchern aus – und glänzten in den Klausuren mit ihren Noten. Im Jahr 2012 hatten sie plötzlich alle Jobs und ein bewegtes Leben und fanden kaum noch Zeit zu lesen. Sie wussten, es musste einen einfachen Weg geben, trotz Job und Alltag jeden Tag etwas dazuzulernen und steckten die Köpfe zusammen. Und tadaa: Blinkist war geboren! Drei Jahre später haben wir mehr als 2000 der weltweit besten Sachbücher geblinkt und die Kernideen daraus in leicht verständliche Häppchen verpackt, die jeder in 15 Minuten lesen kann.

Blinkist Premium

Wer sich mit dem Blinkist Konzept ein bisschen auseinandersetzt und die ersten Bücher als Text und Audioversion in der 30 Tage Gratis-Testversion konsumieren konnte wird bald vor der gleichen Frage stehen wir ich damals – welche Version soll ich kaufen? Bei mir war die Entscheidung recht einfach, mit 80Euro habe ich zur Premium-Version gegriffen. Warum? Weil nur diese den Audio-Service enthält den ich sehr aktiv und begeistert nutze. Hier wurden die Zusammenfassungen eines sehr großen Teils der Bücher von professionellen Sprechern eingesprochen und können nach Bedarf im Auto, beim Sport oder beim Putzen (ja viele sagen mir das würden sie tun) angehört werden. Eine schnelle Zusammenfassung zu “Der alte Mann und das Meer” während man das Wohnzimmer saugt? – wenn das mal kein optimierter Wissenstransfer ist 😉

Blinkist

Wenn man dann Blinkist Mitglied ist, kann man aus über 2.500 Titeln auswählen die aus den bekanntesten “nonfiction” Büchern bestehen. Viele davon (noch) in englischer Sprache aber es werden auch immer mehr in deutsch übersetzt. Ungefähr 80% der Bücher (!) gibt es aktuell auch als Hörfassung.

Nach Angaben verschiedener Quellen sind es aktuell insgesamt:

  • ca. 2.800 Bücher
  • ca. 800 Bücher auf deutsch
  • davon Audioversionen ca. 50%
  • Pro Monat kommen ca. 50 neue Bücher dazu ( davon ca. 15 auf deutsch)
  • ca. 3.5 Millionen Mitglieder weltweit

Bei den vielen unterschiedlichen Themenbereichen hat jeder die Möglichkeit sich selbst die BEreiche auszusuchen die ihn aktuell betreffen. Für mich waren das zum Beispiel die Kategorie “Business und Marketing”, “Produktivität ” Zeitmanagement” aber auch Philosphische Inhalte. Nebenbei erhält man durch Vorschläge oder Zufallsfunde auch völlig neue Eindrücke. So habe ich mit begeisterung “Stroh im Kopf” von Vera F. Birkenbihl gehört oder “Wie man Freunde gewinnt” von Dale Carnegie nachgeholt. Mein persönlicher Favourit, nicht zuletzt da ein großer Einfluss für mich, “Crushing It” von Gary Vaynerchuk.

Ich nutze Blinkist vor allem am iPhone und damit über die Apple App. Es gibt auch eine Version für Android wo ich jedoch gefühlt öfter von Problemen im Hilfeforum lese. Auf dem iPhone läuft die App einwandfrei und vor allem die besagten Audioinhalte sind mir die Mehrkosten absolut wert! Das Layout der App ist aufgeräum tund Übersichtlich. Selbst wenn man das Lesen oder Hören unterbricht und die App schliesst kann man beim nächsten Mal dort weiterhören wo man aufgehört hat.

Fazit: Sehr gut investierte 80 Euro – ich bleibe dabei!

In den Monaten seit ich meinen Blinkist Account habe konnte ich dutzende Bücher als Zusammenfassungen lesen und hören. Oft waren dies Titel die ich schon lange auf der Liste hatte, teilweise aber auch völlig neue Werke. Da viele nur auf Englisch verfügbar sind hat das lesen und hören hier noch den positiven Nebeneffekt, dass man sein eigenes Englisch wieder aufpoliert. Aus diesem Grund ist die Investition für mich gut getroffen. Ich fühle mich gut unterhalten und ich lerne dabei noch etwas. Klare Empfehlung!

–> zu Blinkist.com

Projekt: freiemusikradio.de

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